Der Kampf gegen die Reblaus

Die Reblaus wurde im 19. Jahrhundert aus Amerika nach Europa eingeschleppt. Die Amerikanischen Reben sind auf den unterirdischen Organen (Wurzeln), die Europäischen Reben auf den oberirdischen Organen (Blätter) reblausresistent. Deshalb veredelte man die Europäerreben auf amerikanischen Unterlagsreben und wurde so der Seuche Herr.

 

Aktuelle Situation

Seit Anfang der 90er Jahre ist die Reblaus in Fachkreisen nun wieder zum Thema geworden.
Keine, unsachgemäße oder schlampige Rodungen von alten Ertragsanlagen sind weltweit die Ursache, dass sich das Wirkungsspektrum der Reblaus ausdehnt. Es ist ja gleichzeitig beides vorhanden, bewurzeltes Edelreis und ausgetriebene Unterlagen.
Die Reblaus kann sich entwickeln und lernen, die Resistenz und Toleranz der Reben zu überwinden. Es zeigte sich, dass in einigen Gebieten aggressive Reblausstämme aufkommen, die die gegen Befall durch Wurzelrebläuse verwendeten Unterlagsreben durchbrechen konnten.

 

Maßnahmen gegen die Reblaus

An erster Stelle steht das Entfernen von verwilderten Unterlagsreben und Rodung nicht bewirtschafteter Weingärten inklusive der Wurzelreste. In verwilderten Weingärten kann die Reblaus den oberirdischen Entwicklungszyklus durchlaufen und Blattgallen bilden, von denen sich neue Reblausstämme ausbreiten.

 

Die Reblaus in Brunn

Bei einer Begehung aller landwirtschaftlich genutzten Flächen musste festgestellt werden, dass bei einigen Grundstücken ein verstärktes Auftreten von Blattgallen und Pilzkrankheiten zu finden war. Aus diesem Grund werden die Grundstückseigentümer der nicht bewirtschafteten Flächen auf das NÖ Weinbaugesetz §15 Abs.3 aufmerksam gemacht. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, landwirtschaftliche Flächen, die noch verbleiben, zu nutzen, um den traditionellen Weinbau in unserer Gemeinde aufrecht zu erhalten und Brunn zu einem lebenswerten Ort machen.

 
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